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Malteser Metelen

Camp Malta 2016

21.07.2016

So könnte das Paradies aussehen! Eine riesengroße grüne Wiese, darauf ganz viele glückliche Kinder. Sie frieren nicht, sie schwitzen nicht. Einige sitzen unter einem Zeltdach, unterhalten sich, basteln entspannt dabei. Zwei kleine Jungs – vielleicht fünf oder sechs Jahre alt – spielen wenige Meter entfernt davon zusammen Badminton. Sie fühlen sich wohl und sicher. Es weht ein lauer Wind. Die Wiese ist umgeben von Bäumen, die Schatten spenden, und von einem sauberen Bach, in dem die Kinder toben können und nach Herzenslust Arndt Kock sowie die 34 anderen Betreuer nass spritzen dürfen, wenn die sich in ihre Nähe wagen.

So etwas Schönes gibt es nicht auf Erden? Doch! Wo? Seit Montag und bis einschließlich Donnerstag nächster Woche auf dem Gelände in der Nähe des ehemaligen Vogelparks, das die Malteser gepachtet haben. Genau dort kümmern sie sich zurzeit um 170 Ferienkinder aus Metelen und Ochtrup.

„Alles“, antworten Emely (11) und Jana (12) sofort, als sie gefragt werden, was ihnen im Camp Malta am besten gefällt. Eigentlich ist das ja nur gedacht für Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Aber das sehen die Malteser nicht so eng. Wer Lust hat, dabei zu sein, darf kommen. Emma, sie ist noch zehn Jahre alt, findet Handball im Camp am besten. Emely lobt dann doch noch etwas ganz Konkretes: die Aktionen, die täglich andere sind. „Die sind cool“, findet sie. In Gruppen zu je circa 15 bis 18 Kindern geht‘s los.

Am Mittwoch stand ein Stationslauf auf dem Programm. Bei Jana Wisse (14) – sie ist zum ersten Mal als Hilfsbetreuerin dabei – müssen die Kids eine Kleiderkette bilden. Heißt: Klamotten inklusive Schuhe bis auf die Hosen aus und aneinandergereiht auf dem Boden platzieren. Das natürlich möglichst schnell. „Mist! Da kommen Mädchen!“, ruft ein Junge – und ganz schnell haben die Herren Shirts und Schuhe wieder an.

Seit 30 und mehr Jahren gibt es das Camp Malta. Arndt Kock leitet es. Er war wie Jana Wisse 14 Jahre alt, als er die ersten Erfahrungen als Camp-Malta-Betreuer sammelte. Mittlerweile ist er 25. „Es macht großen Spaß zu sehen, wie die Kinder einfach Freude haben“, sagt er. Auch der 25-Jährige strahlt Gelassenheit, Freude und Ruhe aus. Man würde gerne bleiben.

Abends werden die Teilnehmer nach Hause kutschiert, die Betreuer übernachten auf der Wiese im Paradies, sitzen zusammen am Lagerfeuer und besprechen wahrscheinlich den nächsten Tag.

Nico Kastner taucht plötzlich auf. Der Betreuer braucht Bares, um Wasser zu kaufen. Zwei 50-Euro-Scheine zieht Arndt Kock aus der Hose – und Nico Kastner zieht seinerseits los, um welches zu kaufen. Anzunehmen, dass er in den nächsten Tagen noch öfter einkaufen muss. Dass die Kinder genügend trinken, darauf achten die Malteser. Außerdem darauf, dass sie Hüte oder Ähnliches auf dem Kopf haben.

„Wir kommen ohne Technik aus“, sagt Arndt Kock. Es gebe lediglich Strom nachts fürs Licht, Gas zum Kochen und einen Kühlwagen für Lebensmittel. Wohl ein Grund dafür, dass die Atmosphäre im Camp so beeindruckend entspannt ist. „Mexiko“ lautet übrigens das Motto in diesem Jahr.

Wohl im Camp fühlt sich an diesem Morgen spürbar auch Kim Emily Meyer (11) – obwohl sie eigentlich gar nicht zu den 170 Kindern gehört. Sie hilft ihrem Vater Manfred, der wiederum beim Stationslauf unabkömmlich ist.

Am Samstag (4. Juli) kommen übrigens die Mütter und Väter – sie werden Kuchen mitbringen und mit ihren Kindern ein Schützenfest feiern.

 

 

Quelle: WN

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